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WRC - Meldung vom 07.03.2010, 01:51
 
Sébastien Loeb war heute nicht zu stoppen. © Sutton
Sébastien Loeb war heute nicht zu stoppen. © Sutton

Rallye Mexiko Tag 2

Sébastien Loeb vor Sieg

Mit acht Bestzeiten in Folge setzte sich Sébastien Loeb am heutigen Tag an die Spitze, dahinter tobt ein enges Duell um Rang zwei.

Von Janne Kleinhans, adrivo Sportpresse GmbH

Sébastien Loeb hat den zweiten Tag der Rallye Mexiko dominiert und sich eindrucksvoll in Führung geschoben. Besonders am Morgen fuhr er in einer eigenen Welt, als er Petter Solberg zunächst 16,7 Sekunden und dann weitere 15,9 abnahm und sich somit bereits auf der zweiten Etappe in Führung setzten konnte. Insgesamt erzielte er acht Bestzeiten in Folge, am Ende betrug sein Vorsprung 55,5 Sekunden auf Rang zwei.

Dort liegt nun Petter Solberg, der trotz des Zeitverlusts eine weitere starke Leistung zeigte. Als führender Pilot hatte er heute zwar das zweifelhafte Vergnügen, die Etappen als erstes Fahrzeug zu kehren, dafür waren seine Zeiten aber durchaus respektabel. Ebenfalls weiter in guter Form präsentierte sich auch Sebastien Ogier, der sich aus der zweiten Startposition über den ganzen Tag ein enges Duell mit Solberg lieferte. Dabei ging der Franzose auf der vierzehnten Wertungsprüfung sogar kurzfristig an dem Norweger vorbei, entschied sich dann in Hinblick auf morgen aber lieber für die dritte Startposition. Mit seiner Bestzeit auf dem finalen Super Special war er der einzige Pilot, der außer Loeb heute eine Bestzeit erzielen konnte.

Wie gut Solberg und Ogier trotz ihrer führenden Startpositionen unterwegs war, zeigte sich auch in Vergleich mit den beiden Ford-Werkspiloten. So konnte Jari-Matti Latvala im Vergleich zu Solberg über den gesamten Tag gerade einmal 12,9 und Mikko Hirvonen 27,1 Sekunden gutmachen. Nach gut einer, beziehungsweise sogar mehr als eineinhalb Minuten Rückstand war das nach dem gestrigen Tag aber eindeutig zu wenig, um noch einmal in Schlagdistanz zu kommen. Wie schwer sich die Beiden auch heute schlugen, wurde im Vergleich mit Henning Solberg deutlich, der in seinem Stobart-Ford über weite Strecken des Tages das Tempo seiner Werkskollegen mitgehen konnte. Mit einem härteren Setup konnten sich Latvala und Hirvonen am Nachmittag zwar steigern, doch eine echte Attacke kam nicht zu Stande. Damit blieben am Ende nur die Plätze vier und fünf, während Henning Solberg nach einem starken Tag trotz zwischenzeitlicher Bremsprobleme lediglich 25,3 Sekunden hinter Hirvonen das Ziel erreichte. Federico Villagra liegt nun auf Rang sieben.

Daniel Sordo, der gestern noch auf Rang drei gelegen hatte, konnte nach einem Fahrfehler auf der zehnten Etappe und einen Aufhängungsbruch den Tag nicht beenden. Morgen wird er nach dem Super Rallye Reglement aber wieder ins Geschehen eingreifen, um zumindest noch Konstrukteurspunkte zu sammeln. Gleiches gilt für Matthew Wilson, der auf der gleichen Etappe ebenfalls von der Straße abkam. Auch Ken Block schied auf dieser Wertungsprüfung aus, ob er morgen wieder ins Geschehen eingreifen können wird, ist noch unklar.

So konnten sich die beiden führenden S-WRC Fahrzeuge mittlerweile unter die ersten Zehn schieben. Martin Prokop führt hier derzeit vor Xavier Pons, womit der S2000 Fiesta am morgigen Tag seinen ersten S-WRC Sieg feiern könnte. Armindo Araújo würde nach aktuellem Stand den letzten WM-Punkt erhalten.

An der Spitze scheint nach dem zweiten Tag der Rallye Mexiko somit alles klar. Ohne Fehler dürfte Sébastien Loeb morgen wohl sicher zu seinem vierten Sieg in Folge in Mexiko fahren. Völlig offen scheint derweil das Duell um Rang zwei. So wird Petter Solberg auf Rang zwei durch die Startposition deutlich weniger stark gegenüber Sebastien Ogier benachteiligt sein, als noch am heutigen Tag. Zudem wirkte er über das Wochenende im direkten Vergleich etwas stärker. Doch auch Ogier könnte noch über Reserven verfügen, so dass beide Piloten abwägen müssen werden, wie viel sie im Kampf um Rang zwei riskieren wollen. Unter normalen Umständen nicht mehr für das Podium reichen, dürfte es hingegen für die Ford-Piloten, so dass Latvala und Hirvonen sich morgen darauf konzentrieren könnten, ihre Positionen sicher ins Ziel zu bringen.

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